Cocktail Tour Freiburg 2012 – 9 Cocktails in 5 Stunden again

“Das Original – Cocktailtour” – So stand es auf einem Plakat in der Freiburger Innenstadt auf das ich durch einen überlebensgroßen Cocktail mit massiver Fruchtspießgarnitur aufmerkasm geworden bin. Nachdem ich 2010 schonmal eine Cocktail Tour in Hamburg mitgemacht hatte (ich hatte darüber berichtet), dachte ich mir es wäre mal wieder an der Zeit. Zumal ich auf der Cocktail Tour in Hamburg einige Bars kennengelernt hatte, die ich wohl ansonsten nie gefunden oder besucht hätte. Die Modalität war hier in Freiburg die gleiche: 5 Stunden Zeit, 9 Bars, 9 Cocktails. Das ganze Cocktailspektakel für schlanke 18€.

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Cocktail Tour in Hamburg

9 Cocktails in 5 Stunden – Macht das Spaß?

Letzte Woche Freitag sind wir zu fünft auf eine kleine Abenteuertour gegangen. Die sogenannte Cocktail-Tour. Empfehlenswert ist das ganze auf jeden Fall für jeden, der sich in Hamburg noch nicht so gut auskennt. Dann sollte man sich allerdings vorher auch schonmal im Internet anschauen, wo sich die teilnehmenden Bars befinden. Der Deal ist so einfach wie faszinierend. Zwischen 19:00 und 1:00 hat man mit seinem Ticket (VVK 17€, AK 19€) Zeit bis zu 9 Cocktailbars zu besuchen und den dort angebotenen Cocktail zu trinken. Abschließend kann man an der Abschlußparty teilnehmen und sich den aufgenommenen Alkohol beim Tanzen aus dem Körper schwitzen.

Der Cocktail-Pfad – Genaue Planung hilft

Das Kniffelige ist dabei allerdings, den idealen Weg zu finden, um auch alle Bars besuchen zu können. Da die Bars über ganz Hamburg verteilt sind und teilweise auch weiter ausserhalb liegen sind die Strecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitten zurück zu legen sind, nicht unerheblich.

Aber genug des Vorgeplänkels. Im Folgenden unsere Erfahrungen die wir auf dem Weg sammeln konnten:

Auf geht’s! Wir nehmen die Cocktail-Herausforderung an

Los ging’s 19:00 im Cup&Cino in den Collonaden am Jungfernstieg. Der Cocktail war zwar, wie überall, vorgegeben (hier Mojito), aber man konnte sich auch einen vergleichbaren von der Karte aussuchen. Eine gute Stunde haben wir dort verbracht und auch noch was gegessen, um eine Grundlage für den Abend zu schaffen. Dadurch haben wir natürlich einiges an Zeit verloren.

Zweiter Stop war das Elbwerk, das einzige Etablissement, bei dem ein alkoholfreier Cocktail auf der Karte stand. Der Name war Programm “Schmeckt wie Spliteis”. Man hätte ihn auch “Dauert etwas länger” nennen können, denn hier haben wir mit Abstand am längsten auf den Cocktail gewartet. Kurzer Boxenstop für alle mit kleiner Blase und weiter gings.

Dritter Halt: Fritz Bar auf dem Hans Albers Platz. Der Gutschein war für einen Paddy’s Spezial, ganz offensichtlich ein geschlechtsspezifischer Cocktail. Denn je nach Besteller war er mit oder ohne Obst, sahnig oder “flüssig” und noch einige andere kleine Details. In dieser Bar wurde der Cocktail übrigens mit Showeinlage produziert. Gläser und Flaschen flogen durch die Gegend und vermutlich landete ein guter Teil des Saftes und des Alkohols auf dem Boden. Die Putzkolonne hat sich darüber bestimmt gefreut.

Da wir schon auf dem Kiez waren: schneller Zwischenhalt an der Currywurstbude um nochmal Kalorien und Fett nachzutanken. Dann auf ins Schanzenviertel. Im Oktober gabs zwar keinen Sitzplatz aber eine Menge (gefühlt) Minderjährige und ein großes, flüssiges, rotes etwas das man dort Oktober Spezial Cocktail nannte. Inzwischen hatten wir 22:30 und noch nicht mal die Hälfte der Bars durch. Also schnell weg mit dem Oktober Zeugs und weiter auf der Cocktailstrecke (Oktober ist ja auch schon lange vorbei).

Bar Nummer Fünf: Die Bar Nando. Ich glaube wir waren uns einig dass es hier den am besten zubereiteten Cocktail des ganzen Abends gab (Mai Tai). Die Bar an sich ist ganz nett, wenn auch etwas spartanisch eingerichtet. Ist ein bischen steril. Obwohl man hier durchaus hätte hängen bleiben können, haben wir unsere Mission nicht aus den Augen verloren. Leider haben wir aber einen Mitstreiter auf dem Weg zur nächsten Location verloren.

Zu viert ging es dann also auf nach Altona. Das Bolero erreichen wir gegen 0:10. Der Plan bis zu diesem Zeitpunkt: die zweite Bar in Altona auslassen und schnell zur Endlocation fahren (Stadtteil hab ich vergessen, liegt aber direkt an der A7). Nachdem wir das grüne, recht saure Getränk hinter uns hatten. Waren aber gerade noch 20 Minuten übrig um die Endlocation zu erreichen. Da ein weiteres Mitglied unseres Abenteurerteams an plötzlichem Magenleiden erkrankte, beschlossen wir dann den Abend in der zweiten altonare Location ausklingen zu lassen. Die Mitarbeiter im Bolero waren allerdings so nett und für den Gutschein des zuvor eingeknickten Mitabenteurers noch einen “Cocktail 4 4 2 go” zu machen, um uns den Weg zu erleichtern. Von der Verpackung her hätte es auch ein McDonalds Milchshake sein können.

Punkt 1:00 bestellen wir den letzten Cocktail für diesen Abend. Eine Vodka-Energy-Mischung, die ich persönlich jetzt nicht unbedingt als Cocktail bezeichnen würde. Dazu gabs ein bischen Live-Musik und die perfekte Athmosphäre den Abend erfolgreich abzuschließen.

Fazit

Umgerechnet hat uns jeder Cocktail an diesem Abend gerade mal €2,43 gekostet, hätten wir alle Locations geschafft weniger als €2,00. Bei der ganzen Aktion hat man (wenn auch ein bischen gehetzt) einiges von Hamburg gesehen. Allein schon durch die Wege von U-Bahn/S-Bahn zu den Locations. Ausserdem hat man Bars kennengelernt, in die man sonst vielleicht nicht einfach mal so gehen würde, jetzt aber einen zweiten, entspannteren Besuch durchaus in Betracht zieht. Darüber hinaus hat der Abend mit Freunden richtig Spaß gemacht und war damit aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Nächstes Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Stefan Gwildis im Stadtpark – Spaß vorprogrammiert

Gestern durfte ich bei einem der besten Konzerte meines Lebens dabei sein. Dabei konnte der Regen, der sich nach einiger Zeit (trotz lautstarkem dagegen ansingen) einstellte, die Stimmung nicht trüben.

Vorband schon ein Highlight

Stefan ließ es sich nicht nehmen die Vorband Jazul selbst anzukündigen. Die Jazz-Soul-Band um den Bassisten von Stefan Gwildis, Achim Rafain, hat sich selbst das Ziel auf die Fahnen geschrieben, musikalisches Neuland zu betreten indem sie mehrere Stile miteinander vermischen. Zur Bandfamilie gehören neben Achim am Bass noch Ingolf Burkhardt (Trompete), Roland Cabezas (Gitarre) und David “Dezzie” Paulicke (Schlagzeug). Titel wie Despace d’sho (Das passt schon Anm.d.R.) und Desjazzdo (man lese es selbst heraus) zeugen genau wie die Musik von interessanter Kreativität.

…und dann ging es los

Nach dem halbstündigen Vorglühen mit Jazul als Vorband ging es nach einer erstaunlich kurzen Umbaupause dann mit Stefan weiter. Ich muß zugeben, dass ich mir nicht alle Lieder merken konnte, die an diesem Abend gespielt wurden. Dafür war ich zu sehr überwältigt; überwältigt von der Lockerheit des Protagonisten, überwältigt von der Stimme und Stimmung, überwältigt von der Art wie Stefan das Publikum mit in seine Show einbindet und wie er ohne zu stottern auch Stellen überbrückt, an denen er den Text vergessen hat. Man bekommt es mit, aber es fühlt sich an, als ob es dazu gehört. Die Nähe zum Publikum entsteht durch viele kleine Gesten in einem großen Gesamtbild. So hat er mindestens 1/4 der Zeit mit dem Publikum im Regen gestanden, Leute immer mal wieder mitsingen, Ute zur Publikumssprecherin wählen lassen und zwei Fans auf die Bühne geholt. Einer der sich am Percussion-Set austoben durfte (und sich dort richtig gut geschlagen hat) und einen Fast-Ehemann, der von seiner Fast-Ehefrau einst nach einem Gwildis-Konzert gesagt bekommen hat: “War das schön gewesen, hättest Du mir hier einen Antrag gemacht.” Gestern hat er die Chance bekommen das nachzuholen und seine Chance eindrucksvoll genutzt.

Fazit

Stefan ist in meinen Augen einer der ganz großen Improvisationsmusiker. Er nimmt Stimmungen aus dem Publikum auf, reflektiert sie und bastelt eine geile Show drumherum. Anders als bei anderen Künstlern fühlt man sich als Publikum im Mittelpunkt und das bringt ungeheuren Spaß.

One more thing…

Dank an Silvia und Ralf, die Stefan persönlich kennen und uns dadurch nicht nur einen aufregenden und spannenden Abend vor, sondern auch hinter der Bühne verschaffen konnten. Dank an Stefan “himself” dafür, dass wir mit auf die Gästeliste durften und für den erfrischenden, wenn auch kurzen, Schnack nach der Show. Ich hoffe, wir werden mal wieder die Gelegenheit haben. Bis dahin, wird es für mich ganz sicher nicht das letzte Stefan Gwildis Konzert gewesen sein und ich kann nur jedem Leser ans Herz legen es auch mal auszuprobieren.

Emmes dieses Jahr mal ruhiger

Am Wochenende war mal wieder das saarländische Volksfest schlechthin: Die Emmes in Saarlouis. Allerdings war dieses Jahr – zumindest gefühlt – ein bisschen anders. Wir waren dieses Mal schon mindestens anderthalb Stunden früher da als sonst. Das resultierte darin, dass wir sogar noch einen Sitzplatz ergattern konnten. Obwohl ich das im Grunde ganz gut fand – man wird ja auch nicht jünger *g* – hat es doch irgendwie ein bisschen das eigentliche Flair der Emmes unterdrückt. Man hat kaum bekannte Leute getroffen, weil die logischerweise eher unterwegs an den Ständen und in den Straßen zu treffen sind, als inmitten einer Garnison Biergarnituren. Dennoch war es witzig und hat auch gut getan, mal wieder mit guten Freunden zusammen zu sitzen. Das absolute Highlight – wie jedes Jahr – war natürlich das Musikfeuerwerk. Hier allerdings hat sich der Sitzplatz durchaus bewährt, eine dermaßen tolle Sicht hatte ich bisher noch nie. Und eine Sache muß ich hier auch noch los werden. Im direkten Vergleich mit dem Silvesterfeuerwerk in Sydney, hat das Emmes-Feuerwerk die Nase um Längen vorn. Ich hoffe dass dies in Zukunft auch so bleiben wird.